Stiftung kinder- und familienfreundliches Melsungen · Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen e.V.

Königspaar winkte huldvoll

Veröffentlicht am: 08.07.2014; HNA

Konzert mit Musik von Händel zum Ende der Kinder- und Jugendwochen von B. Braun

Kinder- und Jugendwochen bei B. Braun Melsungen: Beim Abschluss-Konzert zogen die Kinder in einer Prozession in das Betriebsrestaurant ein, wo sie ein Halleluja von Georg Friedrich Händel sangen. Foto: Dürr

MELSUNGEN. Eine Prozession eröffnete das Konzert „Kinder musizieren für Kinder“ am Sonntag im B. Braun Betriebsrestaurant in der Werkanlage Pfieffewiesen. So gehört es sich auch, wenn königliche Musik aufgeführt wird.

Von der Bühne durch „La Rejouissance“ von Georg Friedrich Händel empfangen, ließen die Teilnehmer des Workshops am Samstag dabei unter Anleitung von Bernhard Betzl ihre selbst gebauten Trommeln und Schlauchtrompeten erklingen und nahmen vor der Bühne Platz.

„Es war schön, zu erleben, wie begeistert die Kinder am Samstag waren,“ sagte Dr. Ulrike Schnell. „Ohne Akzeptanz und Kommunikation kann man nicht miteinander musizieren. Wir haben gestern nicht nur Instrumente gebaut, sondern auch getanzt, gesungen und uns rhythmisch bewegt.“

Händel stand im Mittelpunkt des Konzertes, das von den Musikern Kiveli Doerken (Klavier, Cembalo), Noémie Maria Klages (Cello), Paula Kaiser (Blockflöte), Philipp Gatzke (Trompete) und Nikolas Betzl (Pauke) durchweg schön interpretiert wurde. Die Jüngste, Noémie, ist erst 14 Jahre alt und Jungstudentin in Detmold. Es erklang Musik aus der Wasser- und Feuerwerksmusik und Doerken spielte auf dem Cembalo und dem Klavier eine Variation über ein Händel-Thema von Johannes Brahms.

Constanze Betzl moderierte und erzählte über die Zeit und den Komponisten. Händel war zwar Deutscher, aber er wirkte am Hof in London, weil Georg I. von seiner Musik begeistert war. Die Feuerwerksmusik war damals ein Riesenerfolg. Bei der Generalprobe, war Verkehrschaos in den Straßen Londons. Bei der Uraufführung passierte ein Unglück: Fehler bei der Handhabung der Raketen setzte die Bühne in Brand.

Das einstündige Programm war für die Kinder gut durchzuhalten, denn es war abwechslungsreich. Dabei zogen Tim Wambach und Lilli Eckhardt als Königspaar ein. Zwischen den Stücken durften Kinder den Musikern Fragen zu ihren Instrumenten stellen. Aus dem Messias wurde mit den Zuhörern das „Halleluja“ gesungen. Und am Ende zogen die Kinder wieder als Prozession aus, rhythmisch auf ihren Instrumenten spielend. Das Königspaar aber setzte sich in ein Boot und fuhr vor der Bühne, huldvoll winkend, hin und her. (zad)

Hintergrund - Schon Kinder für Experimente begeistern

Seit sieben Jahren veranstaltet B. Braun die Kinder- und Jugendwochen. Ziel ist es, naturwissenschaftliche und technische Themen spannend aufzubereiten, um bei Kindergartenkindern und Schülern das Interesse dafür zu wecken. Zwei Wochen lang wird in Workshops in Forscherzelten auf dem B. Braun-Gelände oder bei Exkursionen ins Umland experimentiert. Die Themen reichen vom menschlichen Körper, Strom und Energie und Instrumentenbau über Robotik bis hin zu genetischer Diagnostik. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 175- jähriges Bestehen. Ohne Forschung wäre aus B. Braun nicht ein weltweit tätiges Unternehmen mit 51 000 Mitarbeitern geworden. Deshalb sei es wichtig, dass Kinder den Spaß am Experimentieren und den Naturwissenschaften entdecken, sagte Dr. Bernadette Tillmanns-Estof, Direktorin de Unternehmenskommunikation.

Schlauchtrompeten Marke Eigenbau

Viel Musik beim Familientag im Betriebsrestaurant des B. Braunwerks in den Pfieffewiesen

Workshop zum Instrumentenbau: von links Elias Elting, Jonas Elting, Lilli Ecke, Lisa Elting, Constanze Betzl, Marlene Breitschwerdt, Valentin Ecke und Daniel Breitschwerdt. Foto: Dürr

MELSUNGEN. Wer am Samstag das Betriebsrestaurant des B. Braun Werkes in den Pfieffewiesen betrat, wurde von Klängen begrüßt. Im Flur saßen Kinder, die mit Paula Kaiser mit Blockflötenköpfen experimentierten. Weiter hinten im Flur probte Noémie Maria Klages (Violoncello) mit einer Gruppe, die am Monochord saßen. Im Restaurant eine Gruppe, die ihren selbstgebauten Schlauchtrompeten Töne entlocken wollten. Und an einer anderen Stelle wurden Körperpercussion ausprobiert. Für die 30 Kinder war es eine Vorbereitung auf das Konzert am Sonntag „Kinder musizieren für Kinder“. Traditionell endeten auch in diesem Jahr die Kinder- und Jugendwochen mit dem Familientag am Samstag. „Mir ist es ein Anliegen, Kinder an die Musik heranzuführen, „ sagt Dr. Ulrike Schnell, die Organisatorin des Wochenendes. Unter der Anleitung von Constanze und Bernhard Betzl und Christine Weghoff wurden Trommeln und Schlauchtrompeten gebaut. Während die Trommeln bis zum Nachmittag trocknen mußten, konnten die Trompeten sofort benutzt werden. Und so übten die Kinder fleißig üfr ihren Auftritt am Sonntag im Betriebsrestaurant. (zad)