Stiftung kinder- und familienfreundliches Melsungen · Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen e.V.

Hilfe, die ankommt

Veröffentlicht am: 08.03.2017; Heimat-Nachrichten

Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen stellte neue Projekte 2017 vor

Stellten die neuen Förderprojekte für zukunftsfähiges Melsungen vor: (v.li.) Karin Plötz-Hesse, Markus Boucsein, Martin Gille, Eliesabeth Rose-Hassel und Ilona Braun – alle vom Vorstand des Fördervereins für ein zukunftsfähiges Melsungen e.V. Foto: Scharpen

Melsungen. Als „Sahnehäubchen“ bezeichnet Karin Plötz-Hesse, Kinder- und Familienbeauftragte der Stadt Melsungen, die finanzielle Förderung von sozialen Projekten in der Bartenwetzerstadt durch den Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen. Viele Kommunen können aufgrund ihres schmalen Haushaltes nur noch die Pflichtfinanzierungen aufrecht erhalten, „Melsungen kann aufgrund des Fördervereins und dessen Unterstützung aus der Bevölkerung, auf soziale Bedürfnisse der Stadtgesellschaft eingehen“, wie Bürgermeister und 1. Vorsitzender des Fördervereins Markus Boucsein ergänzt. Diese Konstruktion sei deutschlandweit einzigartig. Und auch in 2017 hilft der Verein mit insgesamt 82.000 Euro aus Stiftungserträgen und Spenden mehr als 60 großen und kleinen Projekten. Von Integrationsprojekten wie etwa einer Deutsch-Leseförderung in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei, Hilfsangeboten bei Hausaufgaben bis zu Sprachförderung, Naturprojekten, wie das Waldklassenzimmer in Röhrenfurth oder Betreuungsprogrammen in den Ferien – die Bandbreite ist enorm.

Alle Projekte stehen dabei jeweils unter einem der zehn Fördergebieten:

  • Integrationsstelle für Flüchtlinge und Asylbewerber
  • Bewegungsförderung
  • Förderung durch Musik
  • Unterstützung im Ehrenamt
  • Vorsorge und Gesundheit
  • Förderung von Bildung
  • Hilfe und Beratung
  • Überwindung von Sprachbarrieren
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Angebote für Menschen mit Lebenseinschränkungen.

„Es war eine große Freude, die Projekte auszuwählen, die gefördert werden“, so Ilona Braun, 2. Vorsitzende des Vereins, anlässlich der Vorstellung der Förderprojekte. Hervorzuheben sei dabei, dass die Förderung stabil bleibt – „unser Ziel ist eine dauerhafte und nachhaltige Förderung“, betont Ilona Braun. Nachhaltig sei dabei etwa die Förderung der Ausbildung von jugendlichen Teamern: „Dadurch lernen die jungen Menschen Verantwortung zu übernehmen und sind gerüstet für ehrenamtliche Aufgaben wie etwa dem Betreuen von Ferienspielen oder Hausaufgabenhilfe. Dabei kommt dies auch den Projekten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zugute“, erklärt die 2. Vorsitzende.

Somit seien viele Projekte untereinander verzahnt – auch damit niemand durchs Raster falle: „Bildung ist der beste Schutz gegen Ausgrenzung“, machte Ilona Braun deutlich. Der Verein und die damit verbundene Förderung der Projekte sei ein gelungenes Zusammenspiel von Kommunalpolitik und gesellschaftlichem Engagement, wie Markus Boucsein abschließend betont.

Von Laura-Madlein Scharpen