Vortrag - Gemeinsam leben – aber wie?
Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri-Esfahani
- Samstag, 29. Februar
- 11:30-14:30Uhr
- Stadthalle Melsungen, Rotenburger Straße 10
- Kosten: 5,00€ pro Person, kleiner Imbiss inklusive
- Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung unter frauenbuero@schwalm-eder-kreis.de , Tel:05681-775191
- Veranstalterinnen: Kinder- und Familienbeauftragte der Stadt Melsungen in Kooperation mit dem Frauenbüro des Schwalm-Eder-Kreises und Familienzentrum & Elternschule Schwalm-Eder
- Informationsblatt zum Download
Seit fünf Jahren bereist die Autorin Zaeri-Esfahani mit Ihrer Denkwerkstatt den deutschsprachigen Raum. Völlig neu ist dabei Ihre Methode. Sie trägt in einem humorvollen erzählerischen Stil und in einfacher Sprache vor.
Die Teilnehmer*innen erfahren viel über ihr eigenes mitteleuropäisches kulturelles Modell. So können sie die Besonderheiten, die Migrant*innen aus meist kollektivistisch geprägten Gesellschaften oder Menschen aus der sogenannten “bildungsfernen Schicht” mitbringen, besser einordnen.
Während die Referentin Erkenntnisse aus Kultur-, Migrationsforschung und Psychologie vorstellt, lässt sie durch wahre Geschichten ganz in orientalischer Tradition zu, “vom Hundertsten ins Tausendste” zu gehen, um nach vielen - nur scheinbaren - Ablenkungen wieder zum Hauptthema zurück zu kommen.
Und plötzlich ergibt sich der ganzheitliche Sinn, der rote Faden, von Kultur bis zu unserer heutigen, divesen Gesellschaft, von selbst.
Im Vortrag werden Fragen aufgegriffen, wie:
- Wir wirkt sich Kultur auf Erziehung aus? Wie wirkt sich Erziehung auf die Wahrnehmung, Logik und Beurteilung von Ereignissen aus?
- Wie wirken sich die unterschiedlichen Zeitverständnisse auf die Gesellschaften oder auf die hiesige Zusammenarbeit mit Migrant_innen aus?
- Warum werden manche Angebote von Migrant_innen oder Menschen aus der sogenannten “bildungsfernen” Schicht nicht angenommen?
- Welche Vorstellung von Autorität haben die Kulturen im Vergleich?
- Wie kann das deutsche Hilfe- und Bildungssystem Eltern aus dem Abseits in das Bildungsgeschehen der Kinder einbeziehen?
- Wie gehen wir mit „Schicksalsergebenheit” um? Woher kommt die scheinbare Unfähigkeit oder der Unwille, Eigenverantwortung zu übernehmen? Warum wird hier die Schuld immer woanders gesucht?
- Und wieso erscheint uns das Verhalten mancher gesellschaftlicher Gruppen als zu fordernd bis rücksichtslos?
